Unter dem Motto „An der Wiege der Luftfahrtforschung“ hat sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei der Nacht des Wissens am 21. Juni 2025 in Göttingen beteiligt. Mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher sahen einzigartige Forschungsanlagen oder experimentierten im DLR_School_Lab.
Zu sehen war unter anderem das Forschungsflugzeug Do 728. Wohl einzigartig ist ein Großraumflugzeug inmitten einer Stadt, die keinen Flugplatz hat. Die Do 728 soll allerdings auch nicht fliegen, sondern dient der Erforschung eines besseren Klimas an Bord von Flugzeugen und der Corona-Forschung.
Im Transsonischen Windkanal konnten die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie an künftigen Flugzeugen geforscht wird.
Weltraum auf Erden
Gezeigt wurde auch eine Versuchsanlage, in der 236 Kubikmeter Weltraum mitten in Göttingen erzeugt werden. In der Vakuumkammer werden bei minus 268 Grad Celsius Ionentriebwerke für Raumfahrzeuge getestet. Wie Flugzeuge und Windkraftanlagen im DLR untersucht werden, damit sie niemals flattern, zeigten Mitarbeitende des Instituts für Aeroelastik.
In der Tunnelsimulationsanlage wurde gezeigt, wie Zugmodelle bis auf Tempo 360 beschleunigt werden. Wie Flügelprofile zukünftige Transportflugzeuge widerstandsärmer und effizienter gestaltet werden können, war am Kryo-Rohrwindkanal zu sehen. In ihm können Flugbedingungen realistisch simuliert werden. Warum fliegt ein Flugzeug? Wie entsteht ein Tornado? Solche und ähnliche Fragen wurden im DLR_School_Lab beantwortet, einem der ersten und erfolgreichsten Schülerlabore Deutschlands. Nicht nur jüngere Besucher konnten hier fluoreszierende Modellflugzeuge bauen oder experimentieren, wie Solarthermie funktioniert. Wie aus Staub Raumschiffmodelle entstehen zeigten Mitarbeitende der Ausbildungswerkstatt.



