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Seismograf in der Wiechert'schen Erdbebenwarte - Foto: Wolfgang Beisert

Wiechert'sche Erdbebenwarte

Blick ins Erdinnere

Erdbebenwarten sind technische Einrichtungen, die es dem Menschen ermöglichen einen Blick in die Erdtiefe zu tun, ohne selbst hinab steigen zu müssen.
Mit Hilfe von Seismographen werden Erschütterungswellen aufgezeichnet und von Geophysikern gedeutet.
Auf einem Seismogramm lassen sich unterschiedliche Wellenarten erkennen, da sich diese unterschiedlich schnell ausbreiten und verschiedene Charaktere zeigen.
Je nachdem, ob eine Welle auf flüssige oder feste Bereiche trifft, verändert sich ihre Eigenschaft.

 

Im alten Erdbebenhaus

Ältester aktiver Seismograph 

Die Wiechert'sche Erdbebenwarte ist seit über 100 Jahren aktiv und liefert nach wie vor wissenschaftlich brauchbare Daten.
Ab 1902 baute Emil Wiechert mit dem Göttinger Unternehmen Bartels und Spindler & Hoyer (heute Qioptiq)  Aufzeichnungsgeräte für Erderschütterungen.
Die Erdbebenwarte beherbergt noch heute diese Originale:

  • einen astatischen Horizontalseismographen aus dem Jahre 1902,
  • ein 17 Tonnen Pendel von 1904 und
  • einen Vertikalseismographen von 1904/05.

Mit Hilfe einer vier Tonnen schweren Stahlkugel lassen sich hier auch künstliche Erdbeben auslösen. Die Idee 1908 - von Ludger Mintrop entwickelt - begründete die Methode der Sprengseismik. Sie wurde z.B. dazu genutzt nach Erdöllagerstätten zu suchen.

Um Wissenschaftsgeschichte lebendig werden zu lassen, finden an jedem ersten Sonntag im Monat, zwischen 14 und 17 Uhr bei geeignetem Wetter regelmäßig Führungen mit Demonstration des Falls der Mintropschen Kugel statt.






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Kontakt

Wiechert'sche Erdbebenwarte Göttingen e.V.
Herr Wolfgang Brunk
Gottfried-August-Bürger-Str. 30
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