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Universitätssternwarte

Universitätssternwarte

11. Station

Die Neue Sternwarte an der Geismarlandstraße wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut, um die mangelhafte, auf einem Stadtturm gelegene Alte Sternwarte abzulösen, modernen Anforderungen gerecht zu werden und einen der weltweit bedeutendsten Naturwissenschaftler des 18. und 19. Jahrhunderts, Carl Friedrich Gauß, zur Rückkehr nach Göttingen zu bewegen. 
 
Der Bau des exakt in Ost-West-Richtung ausgerichteten Gebäudes als erstes außerhalb der Stadt gelegenes Universitätsinstitut spiegelt die zunehmende Lichtverschmutzung in der Stadt wider. 
 
Im Innern der Sternwarte befindet sich neben etlichen bedeutenden historischen Instrumenten u.a. der Nullpunkt für die berühmte von Gauß durchgeführte Hannoversche Landesvermessung. 

 

Die Sternwarte war auch einer der beiden Endpunkte des ersten elektromagnetischen Telegrafen der Welt. 
Beobachtungen können wegen der Lichtverschmutzung schon seit langem nicht mehr von hier durchgeführt werden; die beiden früher nur mit Rollläden verschlossenen Meridianspalte waren zugemauert und nur an ihrem besonderen Putz von außen zu erkennen. 
Nach einer kompletten Sanierung in den Jahren 2008 / 2009 sind die Meridianspalten wieder zu sehen.

Heute beherbergt die Sternwarte die Georg-August-University School of Science (GAUSS), die Göttinger Graduiertenschule Gesellschaftswissenschaften (GGG) sowie die Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG).

Darüber hinaus entstand durch das Lichtenberg Kolleg zudem ein internationales Forum für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, das konzentriertes Forschen und fächerübergreifende Kooperationen ermöglicht.






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