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Verbundausbildung - Gemeinsame Ausbildung durch den Zusammenschluss mehrerer Betriebe

Viele Unternehmen können aufgrund ihrer Größe und ihres Spezialisierungsgrades nicht sämtliche Aspekte eines Ausbildungsberufes in der eigenen betrieblichen Praxis abdecken.


Resultat ist, dass immer weniger kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Lage sind, geeignete Lehrstellen anzubieten.

Die Verbundausbildung bietet den Unternehmen eine innovative Form der Ausbildung, um Lehrstellen zu schaffen. Das Grundprinzip ist simpel:

Gemeinsame Ausbildung durch den Zusammenschluss mehrere Betriebe.

Die Verbundausbildung wird in folgenden Organi-sationsformen angeboten:

Leitbetrieb mit Partnerbetrieben
Bei dem Modell Leitbetrieb mit Partnerbetrieben schließt ein Leitbetrieb (Stammbetrieb) als Ausbildender die Ausbildungsverträge mit den Auszubildenden ab.
Die Ausbildungsanteile, für deren Vermittlung der Stammbetrieb nicht die notwendigen Voraussetzungen besitzt, werden von den Partnerbetrieben (durch-führende Betriebe) auf der Grundlage der zwischen den beteiligten Betrieben getroffenen Vereinbarung übernommen.
Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung liegt beim Leitbetrieb, ebenso die Planung und die Koordination der Ausbildungstätigkeiten an den unterschiedlichen Lernorten.
Der Leitbetrieb zahlt in der Regel die Ausbildungs-vergütung, während die Partnerbetriebe die in der Ausbildung in ihrem Bereich anfallenden Kosten (für Ausbildungspersonal, Sachmittel) übernehmen.

Ausbildungs-Konsortium

Bei der Organisationsform Ausbildungskonsortium ist jeder am Verbund beteiligte Betrieb ein „Stammbetrieb“, der eigene Verträge mit Auszubildenden abschließt. Die einzelnen Betriebe geben dann jeweils bestimmte Ausbildungsanteile, die sie selbst nicht abdecken können, an einen der übrigen Betriebe zur Durchführung ab. Die Organisation kann nach Absprache zentral geregelt oder von allen anteilig übernommen werden. Durch die wechselseitigen Anforderungen und Leistungen ist der Aufwand der beteiligten Betriebe nahezu ausgeglichen.

Auftragsausbildung
Bei der Auftragsausbildung werden einige Abschnitte der Ausbildung als Auftrag vergeben und - in der Regel - gegen Kostenerstattung außerhalb des Stammbetriebes durchgeführt. Prinzipiell kann jeder an einem derartigen Verbund beteiligte Betrieb Ausbildungsabschnitte als Auftrag übernehmen oder an andere Betriebe abgeben. Übernehmen zwei Betriebe wechselseitig Auszubildende für bestimmte Ausbildungsabschnitte voneinander, ist allerdings eine gegenseitige Kostenerstattung unüblich.

Ausbildungsverein
Mehrere Betriebe und ggf. ein Bildungsträger schließen sich auf vereinsrechtlicher Grundlage zusammen. Der Verein tritt als Ausbilder auf. Er übernimmt die Steuerung der Ausbildung und wird von den Mitgliedern finanziell getragen.
In dieser Variante werden alle organisatorischen Aufgaben vom Verein übernommen, während die Mitgliedsfirmen und der Beteiligte Bildungsträger die Ausbildung durchführen.
 
Ausbildungsring
An diesem Modell, das sich vor allem in den neuen Bundesländern unter Beteiligung verschiedener Kammern herausgebildet hat, beteiligen sich zum Teil mehrere Hundert Mitgliedsfirmen.






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