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Ausbildung zur Feinoptikerin oder zum Feinoptiker - Bild Carl Zeiss

Feinoptikerin und Feinoptiker

Berufsbeschreibung

Feinoptiker/innen fertigen plan- und rundoptische Bauelemente wie Linsen oder Prismen für Fernrohre, Mikroskope, Projektionsgeräte, medizinische Diagnosegeräte oder Astro-Objektive. Dazu verarbeiten sie neben geschliffenem und ungeschliffenem Glas auch Materialien wie Kunststoff oder Metall.

Aus Glasblöcken fertigen sie zunächst Rohlinge, die sie schleifen und deren Oberflächen sie polieren. Linsen zentrieren sie, d.h., sie richten diese nach der optischen Achse aus. Im Anschluss beschichten oder ent- bzw. verspiegeln (vergüten) sie die fertig geschliffenen Linsen, Prismen oder Planglasplatten.

Daneben verbinden sie beim Feinkitten mehrere Linsen mit verschiedenen Kittverfahren zu optischen Systemen.

Trotz des Einsatzes elektronisch gesteuerter CNC-Maschinen für einen Großteil der Arbeitsschritte ist bei einigen Arbeitsgängen nach wie vor Handarbeit gefragt.

Entwicklungsmöglichkeiten:    

  • Prüfung zum Feinoptikermeister/in
  • Bachelorabschluss im Studienfach Photonik, Optische Technologien
  • Selbstständigkeit

 

 

Ausbildungsinhalte 

Feinoptiker und Feinoptikerinnen lernen

  • wie man Material, Werkzeuge, Prüf- und Messmittel bereitstellt und betriebsbereit macht
  • wie man technische Zeichnungen, Skizzen und Stücklisten anfertigt und wie man technische Unterlagen anwendet
  • wie man Flächen und Formen eben, parallel und winklig auf Maß feilt
  • wie die Endkontrolle durchgeführt und Messprotokolle ausgewertet und dokumentiert werden
  • wie man Bauteile vorbereitet und Verbindungen löst
  • wie man Reinigungsbäder ansetzt und prüft
  • wie man optische und feinmechanische Bauteile zu Baugruppen montiert und wie man sie justiert
  • wie pneumatische Steuerungen aufgebaut und geprüft werden
  • wie Prozessparameter ermittelt, eingestellt und optimiert werden

Ausbildungsdauer: 3 ½ Jahre