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Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

Wechselnder Sonnenschein

Für die Helligkeitsschwankungen der Sonne sind allein zwei Phänomene unseres Sterns verantwortlich: die Magnetfelder an seiner sichtbaren Oberfläche und gewaltige Plasmaströme, die aus dem Innern emporbrodeln.
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in ihrer jüngsten Veröffentlichung, die heute im Fachjournal Nature Astronomy erscheint.
Den Wissenschaftlern gelingt es erstmals, Helligkeitsschwankungen auf allen bisher beobachteten Zeitskalen zu rekonstruieren: von solchen, die sich innerhalb von Minuten abspielen, bis hin zu solchen, die Jahrzehnte überspannen.
Die neuen Erkenntnisse sind nicht nur für die Klimaforschung wichtig, sondern lassen sich auch auf ferne Sterne übertragen ? und könnten in Zukunft die Suche nach Exoplaneten erleichtern. 
 

Warum schwankt die Helligkeit unserer Sonne?  

Die Plasmaströme im Innern der Sonne erzeugen an ihrer Oberfläche ein charakteristisches Muster: die Granulation. Helle und dunkle Bereiche dieses Musters verändern sich schnell. Die Granulation ist in erster Linie für Helligkeitsschwankungen verantwortlich, die sich innerhalb von weniger als fünf Stunden vollziehen. 
Dieses Bild der Granulation wurde 2009 mit Hilfe des Instrumentes IMaX des ballongetragenen Sonnenobservatoriums Sunrise aufgenommen.





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